Klosterkirche Netze
Waldeck-Netze , westlich von Kassel
Zisterzienserinnen-Kloster
als Kloster Marienthal gestiftet vom Schwalenberger Grafengeschlecht
1128 vom Orden der Zisterzienserinnen bezogen
1527 als Folge der Reformation aufgelöst
Als sichtbares Zeugnis der langen Klostertradition im Marienthal
steht die ehrwürdige kleine Kirche
St. Maria und die "Vier Gekrönten"
auf einer kleinen Anhöhe über dem Netzebach.
Netze_Kirche_ganz.jpg (244437 Byte)
Da der ursprüngliche romanische Sakralbau aus dem 12. Jh.
für eine Ordenskirche zu klein war,
ließen sich die Zisterzienserinnen eine zweischiffige chorlose Hallenkirche
mit einer westlichen Nonnenempore erbauen, die um 1280 geweiht wurde.
Durch die Jahrhunderte erlebte die Klosterkirche eine lebendige Baugeschichte
durch immer wieder anfallende Renovierungs- und Umbauarbeiten.
Während die berühmte Netzer Klosterbibel längst
ihren Ort im Hessischen Staatsarchiv in Marburg hat,
ist der eigentliche Schatz des Klosters, der Flügelaltar aus dem Jahr 1370,
an der Stätte verblieben, für die er wohl auch geschaffen worden ist:
Der gotische Flügelaltar
ist eines der wenigen monumentalen Altarwerke
deutscher Tafelmalerei aus dem 14. Jh.
Das Triptychon hat geöffnet eine Breite von 4,75 m und
wurde von einem unbekannten Meister um 1370 erschaffen.
bitte hier klicken
Kirchenschiff.jpg (157154 Byte)
Blick_a_Altar_nah.jpg (123557 Byte)
fenster.jpg (205375 Byte)
Wenig ist übriggeblieben von den Gebäuden der alten Klosteranlage.
Ihre Steine wurden nach einer Zeit des Verfalls zu neuen Bauten verwendet.
Eine der drei Bronzeglocken zählt zu den ältesten Deutschlands.
Sie wurde bereits Anfang des 12. Jh. vor Ort von durchziehenden Mönchen gegossen.
Der wuchtige achteckige Taufstein aus einem einzigen Sandstein entstand um 1350.

Die aus feinem Sandstein gefertigte gotische Madonna entstand um 1260.

Das über dem Flügelaltar angebrachte hölzerne Kruzifix stammt wahrscheinlich
aus dem 15. Jh. und diente den Nonnen als Passionskreuz.


Der wertvolle, 1628 vergoldete Abendmahlskelch der Gemeinde wird vor 1500 datiert
und ist bis heute in Gebrauch.
Grabkapelle.jpg (162958 Byte)
Die Waldecksche Grabkapelle St. Nikolaus an der Südwand   der Klosterkirche wurde im 13. Jh.  von Graf Adolf I. gestiftet.
Südlich der Kapelle fällt das alte Hospitalhaus auf, das 1540 von dem ersten evangelischen Pfarrer
für "unbescholtene, allein stehende" Bewohner von Netze gestiftet und 1810 neu errichtet wurde:
Hospitalhaus.jpg (188008 Byte)
Texte und Bilder wurden auszugsweise entnommen
aus dem Flyer der Evangelischen Kirchengemeinde Netze
Evangelisches Pfarramt Waldeck-Freienhagen, Tel. 05634 243
und Hospitalhaus Waldeck-Netze, Tel. 05634 993121
und dem Kirchenführer "Der Netzer Altar"
Evangelische Kirche St. Maria und die "Vier Gekrönten"
Herausgeber: Kirchenvorstand der Evangelischen Gemeinde Netze
Verlag Evangelischer Kirchenverband, Kassel 2004
Fotos und Gestaltung: Gerhard Jost
Herstellung: Druckerei Baden, Kassel"
http://www.waldeck-info.de/
zurück zur
Auswahl
Zurück zur Auswahl                zur Website des Klosters: